Paris
spécial ...
Ja, es war nicht immer
leicht mit uns...
Da kann man sich fragen, ob es nervtötender
ist eine Gruppe halberwachsener Schülerinnen (an dieser Stelle muss
erwähnt werden, dass natürlich auch Birger, unser Quotenmann,
mit von der Partie war) durch Paris zu führen oder einen Sack voll
Flöhe zu hüten.
Bis Paris war es möglich, die
Gruppe mit Mutters Proviant im Zaum zu halten, doch schon bei der Ankunft
in der französischen Hauptstadt nahm die Misere ihren Lauf. Ein Teil
der Gruppe war nicht in der Lage den Bus in weniger als 10 Minuten
zu verlassen, da Kissen, Essen, Schuhe und Sonstiges auf mehrere Sitzreihen
gleichmäßig verteilt und schwer wiederzufinden waren. Ursache
für den chaotischen Zustand im hinteren Teil des Busses war, dass
man davon ausging, sich im Parkhaus des Disneylands Paris zu befinden und
demnach nicht aussteigen müsse.
Auch das nächste Übel ließ
nicht lange auf sich warten. Trotz mehrmaliger Erinnerung ein Foto für
die Carte Orange mitzubringen, war dies nicht allen Teilnehmern gelungen.
So wurde kurzerhand ein alter Schnappschuss in etwas Ähnliches
wie ein Passfoto umgewandelt. Die dortige Verzögerung von etwa 30
Minuten war jedoch nicht so ganz alleine unsere Schuld. Die Stelle, an
der das Foto eingeklebt werden sollte, war nur halb so groß
wie das Lichtbild selbst. Naja, muss das Foto eben hier und da abgeschnitten
werden! Blöd nur, dass wir keine Schere hatten. Die Stunde unseres
Retters Birger hatte geschlagen! Locker lässig zog er sein Schweizer
Taschenmesser mit integrierter Nagelschere.
Die folgenden Tage waren durch mehr
oder weniger gravierende Wehwehchen gekennzeichnet. Da war es schon fast
hoffnungslos, in der „Provinz“ etwas Essbares zu finden, das den
Vorstellungen der Hungrigen entsprach, es siegte die Müdigkeit über
die Motivation, mal war es zu kalt, mal zu heiß, die Taschen wurden
zu schwer und die Füße taten sowieso immer weh! Ließ man
die Schülerinnen Paris alleine erkunden, so verirrten sich diese im
weitverzweigten Metronetz. Um die Lehrkraft an all den kleinen Weltuntergängen
teilhaben zu lassen, scheute sich auch niemand, diese lauthals leidend
allen mitzuteilen. Dies war für die Stimmung in der Gruppe natürlich
besonders förderlich. Danke an alle Aktiven (wir wollen mal keine
Namen nennen :-)
Man mag es nicht für möglich
halten, aber letztendlich ging keiner verloren, alle Plattfüße
erholten sich erstaunlich schnell und im nachhinein waren wir uns darüber
einig, dass sich die Kursfahrt durch ein „Programm extraordinaire“ auszeichnete.
© Photo: S. Wessin
Der Text wurde von Anika und Neele
verfasst.