Comeniusprojekt 1999 - 2002 Ursprünge - Origins - Origini Irina Kablukova in "Estland", 28. März 2001:Fenster nach Europa Die 53. Schule zu Tallinn nimmt am Gemeinschaftsprogramm der europäischen Bildungseinrichtungen teil. Wenn früher die Kommunikation der Schullehrer, die die Grundlagen der Persönlichkeit des Menschen bilden müssen, auf der örtlichen Ebene verlief, so besteht jetzt die Möglichkeit, mit den Westkollegen ihre Erfahrungen auszutauschen und auch von deren Leistungen zu profitieren. Aber diese Projekte beziehen sich nicht nur auf das Schulprogramm. Der Grundstein für die Durchführung solcher Programme wurde bereits im Jahr 1995 gelegt. Allerdings haben nur EU-Länder (sowie Norwegen, Island, Liechtenstein) teilgenommen. Vor vier Jahren haben sich die Kandidatenländer für die Aufnahme in die EU (sowie Malta, Zypern, Türkei)angeschlossen. Das macht es möglich, Vertreter neuer politischer und kultureller Strömungen einzubeziehen. Zum großen Teil sind das die postsozialistischen Länder, die ihre Unabhängigkeit erreicht haben. Es ist klar, dass man in dieser Situation bis auf den Grund die Prinzipien des Unterrichts ändern musste. Die 53. Schule zu Tallinn hat sich ca. vor einem Jahr dem Programm angeschlossen. "Dazu muss man bemerken, dass im Gegensatz zu anderen Ländern, die schon seit zwei Jahren am Projekt teilnahmen, für uns sehr viel neu war. Doch die Erfahrung unserer Bekanntschaft mit deutschen Kollegen hat uns geholfen", sagt die Lehrerin für Deutsche Sprache Ludmilla Mostowez. Ziel des Projektes ist die Bildung einer allgemeinen Unterrichtsbasis, die die Erfahrungen der Lehrer aus verschiedenen europäischen Länder einschließt. "Unser Hauptziel ist die Entwicklung einer Europäischen Dimension der Schulen über nationale Grenzen hinaus", erklärt die Koordinatorin des Projekts an der Thomas-Mann-Schule Lübeck, die Lehrerin für Französisch und Geographie aus Deutschland, Susan Wessin. Ob das Programm zur Verwirklichung der Integration in Europa beiträgt? "Zweifellos, das ist einer von mehreren Schritten. Auf jeden Fall haben wir eine Möglichkeit, nicht nur unsere Facherfahrung miteinander zu teilen, sondern auch verschiedene politische, ökonomische und kulturelle Aspekte unserer Staaten zu erörtern", sagt Frau Wessin. Außer dem Austausch von Unterrichtsinhalten
und Lehrmethoden streben die Lehrer nach persönlicher Kommunikation.
Zum Beispiel ist am Dienstag in Tallinn eine Delegation aus Deutschland
angekommen, zu der die schon uns bekannte Susan Wessin, der Lehrer
für Englisch und Geographie, Winfried Harz und der Lehrer für
Chemie und Biologie, Jörg Clement, gehören. Der Direktor der
53. Schule, Pavel Titov, hat die Kollegen in seine Bildungsrichtung eingeladen.
Das ist nicht das erste Treffen, unsere Lehrer waren schon in Deutschland
und hatten die Möglichkeit, mit den Kollegen zu kommunizieren. Am
5. April gibt es wieder einen Termin: diesmal kommt eine große Delegation
von Lehrern aus Italien, Polen und Deutschland nach Tallinn.
Dank für die Übersetzung an Maria Beiturina / Lübeck Anmerkung Susan Wessin: Geringfügige Abweichungen der Übersetzung vom russischen Originaltext sind auf nachträgliche Korrekturen (Missverständnisse bei der Übersetzung in Tallinn) zurückzuführen.
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