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Comeniusprojekt "Ursprünge - Origini"

Aspekte der Europäischen Identität
Europaprojekt im Erdkundeunterricht der 10. Klassen


 
Teil I: Die EU und ihre Erweiterung
Grundlagen - Programme - Wirtschaftliche Auswirkungen

Teil II: Die EU und ihre Erweiterung 
Grundbedingungen und Perspektiven (Sandra und Anne)

Die politische und wirtschaftliche Trennung Europas zwischen Westen und Osten soll überwunden werden, eine Einigung Europas steht an. Der Beitritt osteuropäischer Länder in die EU bedeutet größere politische Stabilität, die Chance der osteuropäischen Länder europäisch integriert zu werden und wirtschaftlich gesehen entsteht der weltweit größte einheitliche Markt, der für den globalen Wettbewerb sehr gut gerüstet ist.

Folgende Beitrittsländer werden Mitglieder der EU werden :

Polen, Ungarn , Tschechische Republik , Slowenien , Slowakei , Rumänien,  Bulgarien , Estland, Lettland , Litauen, Zypern und Malta
Die Erweiterung der EU nach Osten ist schwierig. Das Wohlstandsgefälle zwischen  Osteuropa und den EU-Ländern ist groß. Die neuen Beitrittsländer müssen ihr politisches und wirtschaftliches System der EU angleichen um bestehen zu können z.B.: Binnenmarkt, institutionelle Stabilität, funktionsfähige Marktwirtschaft, Übernahme des Regelwerkes. Sie werden durch die EU beraten und finanziell unterstützt (Vorbeitrittshilfen). 
Es stehen von 2000 bis 2006 jährlich 3,12 Mrd. Euro für die Mittel– und osteuropäischen Länder bereit 
(Heranführungshilfen). Diese Heranführungshilfen sind in 3 Programme aufgeteilt :

PHARE : Mittel für Verwaltungsaufbau,  Unterstützung von Investitionen zur Übernahme des gemeinschaftlichen Regelwerkes
IPSA     : Unterstützung der Infrastrukturprojekte 
SAPARD : Landwirtschaftsmittel werden zur Verfügung gestellt.

Aber auch der Europäische Rat von Nizza musste Voraussetzungen schaffen , dass die EU nach der Erweiterung handelsfähig bleibt 

  • Ausweitung des Mehrheitsprinzips
  • Neuregelung der Stimmengewichtung im Rat, der Sitze im Europäischen Parlament und der Zusammensetzung der Europäischen Kommission.


Für Deutschland bringt die Erweiterung folgende Vorteile:

Der steigende Export in die Länder Polen, Tschechische Republik und Ungarn sichert uns viele Arbeitsplätze . Diese Länder sind schon seit einigen Jahren wichtige Wirtschaftspartner für uns. Das Wohlstandsgefälle wird durch die Erhöhung des Lebensstandards in diesen Ländern sinken .
Allgemein ist das Reisen ohne Grenzen möglich. Die Bekämpfung organisierter Kriminalität wird erleichtert. Die Luft- und Wasserverschmutzung der Beitrittsländer wird stark reduziert, da der Umwelt-Standard erhöht wird. 

Wirtschaftliche Auswirkungen

Bei Umfragen, wie denn die Deutschen über die EU-Osterweiterung denken, kommen immer wieder erschreckende Aussagen zu Tage. So wird geantwortet, dass Arbeitsplätze verloren gehen werden. 
Diesen Aussagen jedoch ist entgegenzutreten. Denn nach der Erweiterung in wenigen Jahren werden mehr gut ausgebildete Arbeiter für den Export benötigt. Der Export wird steigen, da nun der Binnenmarkt auch gen Osteuropa erweitert wird und die Verbraucheranzahl von bisher ca. 370 Mio. auf rund 500 Mio. ansteigt. Neue Produktions- und Absatzmöglichkeiten entstehen.

Das Lohnniveau wird sich langsam dem der  westeuropäischen Ländern anpassen. Innerhalb Deutschlands werden mehr Zuwanderer aus den CEFTA-Ländern (mitteleuropäische Freihandelszone) erwartet. Letztlich wird der Wirtschaftsmarkt auch nach Einführung des Euros stabil und  wettbewerbsfähig gegenüber anderen Ländern bleiben. 

  • Von den 14 Beitrittskandidaten, sind momentan vier Länder nur bedingt fähig, der EU beizutreten, darunter Malta und Zypern. Dieses hat mehrere Gründe, denn viele Staaten haben Schwierigkeiten, die wirtschaftlichen Bedingungen zu erfüllen. Dazu gehören
  • eine funktionierende Marktwirtschaft
  • Wettbewerbsfähigkeit
  • ausgebaute Infrastruktur
  • Senkung der Arbeitslosigkeit
  • Diversifizierung der Industrie
  • Abbau der landwirtschaftlichen Orientierung 
Es ist also noch einiges zu tun, damit die Länder ohne Probleme in die EU integriert werden können.

©  Benjamin (10a) und Mark André (10c)

Teil II: Die EU und ihre Erweiterung 
Grundbedingungen und Perspektiven (Sandra und Anne)



Quellen:
http://www.hjmoos.de/archiv/euro99/europapolitik/agenda5.htm
http://www.wkstmk.at/archiv/archiv_mut/mut_33-00/eu_ost.htm
http://www.wkstmk.at/archiv/archiv_mut/mut_48-99/eu_ost.htm
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/eu_politik/index_html

Lübecker Nachrichten


 
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© Susan Wessin - 15/12/2001 Thomas-Mann-Schule Lübeck