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Comeniusprojekt "Ursprünge - Origini"

Aspekte der Europäischen Identität
Europaprojekt im Erdkundeunterricht der 10. Klassen


 
Religionen in der Europäischen Union

Die Amsterdamer Kirchenerklärung:

"Die Europäische Union achtet den Status, den Kirchen und religiöse Vereinigungen oder
Gemeinschaften in den Mitgliedstaaten nach deren Rechtsvorschriften genießen, und beeinträchtigt ihn nicht. Die Europäische Union achtet den Status von weltanschaulichen Gemeinschaften in gleicher Weise."  (Schlussakte des Amsterdamer Vertrages vom 2.10.1997)

Eine der gemeinsamen Wurzeln des heutigen Europa ist das Christentum. Neben den Christen (Protestanten und Katholiken/ Orthodoxe) gibt es in der Europäischen Union eine Vielzahl von Religionen: Muslime, Buddhisten, Hinduisten, Juden,  Baha’i (türkische Sekte), Sikhs (indische Religiöse, ähneln den Hindus), chinesische Religionen und andere weniger verbreitete Glaubensrichtungen.

In allen Ländern der EU herrscht Religionsfreiheit, allerdings war in Spanien bis 1978 und in Italien bis 1984  der Katholizismus die vorherrschende Staatsreligion. Auch heute noch werden Katholiken in Luxemburg, Portugal, Irland und in Griechenland Orthodoxe stark bevorzugt.

In den nördlich gelegenen Ländern Dänemark, Schweden (bis 1.1.2000) und Finnland ist die lutherische Kirche Staatskirche (in Finnland auch die griechisch-orthodoxe Kirche). 
Doch gerade in Schweden, Frankreich und Großbritannien sind viele Christen säkularisiert und haben keine wirkliche Verbindung zu einer Kirche. In Frankreich sind Kirche und Staat seit 1905 getrennt (bis auf die östlichen Départements Elsass-Lothringen). Diese Laïcité ist eine Form positiver Neutralität.
Am verbreitetsten sind in der EU die sog. Kooperationsmodelle. Bei grundsätzlicher staatlicher Neutralität wird den Kirchen ein besonderer Status zugebilligt, und die Beziehungen zwischen Staat und Kirche sind durch Kirchenverträge und Konkordate geregelt. Das gilt für Deutschland, Italien, Belgien, Luxemburg, Österreich, Spanien und Elsass-Lothringen.

So bekennen sich die meisten Bürger zum Christentum, das in der EU 82,2% einnimmt, wovon 2/3 Katholiken, das andere Drittel Protestanten sind. 

Das christlichste Land ist Griechenland mit 98%, gefolgt von Irland, Portugal und Luxemburg mit jeweils 96%. Der prozentuale Wert bei den Nichtreligiösen liegt im Gegensatz zu den Moslems, die nur knappe 2% einnehmen, mit 14,28% erstaunlich hoch.

Die meisten Mohammedaner leben in Frankreich (7,7%) und sind ursprünglich eingewandert. 
Auch das Judentum ist unter den Franzosen mit fast einer Million Anhängern verbreitet.
In der gesamten EU liegt der Wert bei 0,2%, gefolgt von den Hinduisten und Buddhisten mit je 0,1%, die am häufigsten in den Niederlanden vertreten sind.

Außerdem nehmen andere Religionen wie z.B. Baha’i oder die Sikhs nennenswerte 1,46% in der EU ein.

Konflikte zwischen den Glaubensrichtungen sind in Irland anzutreffen. Durch die Eroberung der Engländer in Nordirland, die der protestantischen Kirche angehören, treten immer wieder Probleme mit den dem Katholizismus angehörigen Irländern auf.
 
 

© Nathalie (10c)

Quellen:

Patrick Johnstone: Handbuch für Weltmission „Gebet für die Welt“ - Informationen über alle Länder der Erde, Hännsler Verlag.

Diercke Weltatlas. Westermann Verlag: Brauschweig.

Weiterführende Links:
Mathias Triebel, Europa und die Kirchen, NomoK@non-Webdokument: http://www.nomokanon.de/abhandlungen/004.htm
kirchenrecht.net: Europäische Union


 
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© Susan Wessin - 27/12/2001 Thomas-Mann-Schule Lübeck