Teil
I: Die EU und ihre Erweiterung
Grundlagen
- Programme - Wirtschaftliche Auswirkungen (Benjamin und Mark)
Teil II: Die EU und ihre
Erweiterung
Grundbedingungen und
Perspektiven
I Grundbedingungen
für den EU-Beitritt
Mit dem Vertrag
von Maastricht wurde 1993 ein wichtiger Schritt zur EU geschaffen. Man
einigte sich auf folgende Ziele:
Der EU-Binnenmarkt
strebt eine gemeinsame Agrar- und Strukturpolitik sowie eine gemeinsame
Wirtschafts- und Währungspolitik an. Das bedeutet, dass man auch in
der Außenpolitik enger
zusammenarbeiten wird, wie z.B. in der Friedenssicherung.
Hieraus ergaben
sich bestimmte Voraussetzungen für den Beitritt:
-
ein Beitrittskandidat
muss ein demokratischer Rechtsstaat sein
-
der Schutz nationaler
Minderheiten muss gewährleistet sein; siehe Dänen in Nordschleswig
-
wirtschaftliche
Stabilität (Wirtschaftswachstum und Staatsverschuldung)
-
Mindestanforderungen
an Sozialgesetzgebung und an Umweltschutz müssen erfüllt werden
-
Achtung der Menschenrechte
sowie der Grundfreiheiten
II Perspektiven
der Osterweiterung
Die meisten
osteuropäischen Staaten wünschen nach dem Zerfall des Ostblocks
und dem Ende des
„Kalten Krieges“
den Beitritt zur EU. Die EU führt mit 10 osteuropäischen Staaten,
nämlich Estland,
Lettland,
Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Ungarn
sowie mit Slowenien
Beitrittsverhandlungen.
Nur ein Land aus Osteuropa kommt halbwegs an die Wirtschaftsleistungen
der EU-Standards heran: Slowenien (71%). Die restlichen erreichen nicht
einmal 30% des EU-Durchschnitts.
Diese Realitäten
werfen erhebliche wirtschaftliche sowie auch politische Probleme auf. Einige
seien hier genannt:
-
zahlreiche Unternehmen
in den Beitrittsländern werden nicht bzw. kaum wettbewerbsfähig
sein und somit entweder in Konkurs gehen oder aufgekauft werden mit erheblichen
Konsequenzen für den Arbeitsmarkt in diesen Ländern
-
als Folge der
hohen Arbeitslosigkeit und eines deutlichen Lohngefälles zwischen
West und Ost wird es einen starken Anreiz zu Abwanderungen in die westeuropäischen
EU-Staaten geben
-
die Zuwanderungen
wird den Vorgang der Deregulierung der Arbeitsmärkte unter anderem
auch in Deutschland beschleunigen
-
die schlechten
Verkehrs- und Energieinfrastrukturen und die wenig gut ausgebildete und
somit wenig effektive Verwaltung bei den Beitrittskandidaten werden hohe
Anpassungskosten für die EU verursachen
-
Regionen in den
jetzigen EU-Ländern werden keine Unterstützung mehr empfangen
(z.B. Spanien, Portugal, Griechenland), weil Strukturhilfen in die neuen
Mitgliedsstaaten fließen werden.
Mögliche
Vorteile sollten auch erwähnt werden:
-
die Beitrittskandidaten
könnten von niedrigeren Arbeitskosten profitieren, d.h. Unternehmen
aus Mitgliedsstaaten mit hohem Lohnniveau könnten Arbeitsplätze
in Niedriglohnländer verlegen
-
die zukünftigen
Mitgliedsstaaten verfügen über große landwirtschaftliche
Flächen und erhebliche Mengen an Bodenschätzen
-
das Erscheinen
Lieferanten aus Osteuropa am Markt wird die Preise senken und damit die
weltweite Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sichern; dieser Vorteil
kann sich aber in einen Nachteil verändern, da in der EU die Agrarwirtschaft
subventioniert wird und nicht marktgerecht produziert
-
die wirtschaftliche
Entwicklung wird für politische Stabilität in Europa sorgen,
da der alte Ost-West Gegensatz aufgehoben wird
©
Anne und Sandra (10b)
Teil
I: Die EU und ihre Erweiterung
Grundlagen
- Programme - Wirtschaftliche Auswirkungen (Benjamin und Mark)
Quellen:
Globus 2001, Internet (Spiegel.de), „Politik betrifft uns“, Expedition
Geschichte
http://www.wkstmk.at/archiv/archiv_mut/mut_33-00/eu_ost.htm
http://www.wkstmk.at/archiv/archiv_mut/mut_48-99/eu_ost.htm
http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/eu_politik/index_html
|